Welche Kräuter aus dem Spreewald eignen sich für eine wilde Suppe?

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Welche Kräuter aus dem Spreewald eignen sich für eine wilde Suppe?

Wer im Spreewald auf die Suche nach Zutaten für eine wilde Suppe geht, sollte zunächst an die feuchten Wiesenränder und die Uferzonen der Fließe denken.  www.spreewald-live.de  die Brunnenkresse, deren scharf-würzige Blätter der Suppe eine wunderbare Schärfe verleihen – pflücken Sie sie jedoch nur aus sauberen, fließenden Gewässern. Ebenso finden Sie den Giersch, ein oft unterschätztes Kraut, das reich an Vitamin C ist und mit seinem milden Petersilien-Dill-Aroma eine ideale Basis für jede Kräutersuppe bildet. Auch die jungen Blätter des Spitzwegerichs, die Sie am besten vor der Blüte ernten, geben der Brühe eine leicht pilzige Note und wirken dazu noch beruhigend auf Magen und Atemwege. Vergessen Sie nicht die Schafgarbe: Ihre fein gefiederten Blätter schmecken herb und leicht bitter, harmonieren aber hervorragend mit den süßlichen Noten von Möhre oder Pastinake, die Sie Ihrer Suppe beigeben können.



Für die eigentliche Zubereitung empfiehlt es sich, die Kräuter erst unmittelbar vor dem Servieren in die heiße, aber nicht mehr kochende Suppe zu geben, damit ihre ätherischen Öle und ihr Aroma vollständig erhalten bleiben. Eine Handvoll Giersch und Spitzwegerich, fein geschnitten, genügen bereits für einen Topf mit einem Liter Brühe; die Brunnenkresse sollten Sie dagegen roh als Topping verwenden, damit ihre Schärfe nicht verkocht. Wer die wilde kräuterküche etwas raffinierter mag, kann die Blätter mit einem Schluck Sahne oder einem Klecks Schmand pürieren und so eine samtige, grüne Suppe zaubern, die Sie mit ein paar Blüten des Wiesenschaumkrauts garnieren – diese sind mild-süßlich und bringen eine hübsche Farbe ins Spiel. Achten Sie beim Sammeln stets auf unbelastete Standorte abseits von Wegen und Feldern, und nehmen Sie pro Pflanze nur ein paar Blätter, damit der Bestand im Spreewald erhalten bleibt. Ein wichtiger Tipp: Junge Brennnesselspitzen, die im Frühjahr austreiben, ersetzen den Spinat und geben Ihrer Suppe eine kräftige, erdig-frische Note, sofern Sie sie vor dem Kochen kurz mit den Händen kneten oder blanchieren.

Diese Art der wilden kräuterküche lebt von der Vielfalt, die der Spreewald mit seiner feuchten, sumpfigen Landschaft hervorbringt. Kombinieren Sie ruhig vier bis fünf verschiedene Kräuter, aber übertreiben Sie es nicht, denn die Aromen sollen sich ergänzen, nicht überdecken. Bewährt hat sich eine Mischung aus einem milden Grundkraut wie Giersch oder Löwenzahn (jung und zart), einem würzigen Akzent wie Brunnenkresse oder Sauerampfer und einer dezenten Bitternote von Schafgarbe oder Beifuß, der in Maßen eine herbe, fast schon rauchige Tiefe beisteuert. Wenn Sie die Suppe mit etwas Zwiebel oder Lauch anschwitzen und mit Gemüsebrühe aufgießen, haben Sie bereits ein vollwertiges Gericht, das ohne Salz auskommt, weil die Kräuter selbst genug Mineralstoffe mitbringen. Zum Schluss noch ein Hinweis für Ihre Sicherheit: Nehmen Sie nur Pflanzen mit, die Sie zweifelsfrei bestimmen können, und ernten Sie nicht entlang von stark frequentierten Radwegen. Mit diesen Grundregeln wird Ihre wilde Suppe zu einem echten Erlebnis, das den Geschmack des Spreewalds direkt in die Schüssel bringt – ganz ohne großen Aufwand, aber mit viel Genuss.